Ein Dampfkessel verliert ständig Wasser: als Dampf, der beim Verbraucher nicht als Kondensat zurückkommt, und über Absalzung und Abschlammung. Diese Menge wird als Speisewasser ersetzt. Es setzt sich aus zurückgeführtem Kondensat und frischem Zusatzwasser zusammen.
Welche Anforderungen gelten?
Speisewasser darf keine Härtebildner mitbringen, die zu Kesselstein führen, und keinen gelösten Sauerstoff, der Korrosion verursacht. Typische Schritte sind:
- Enthärtung oder Umkehrosmose des Zusatzwassers
- thermische Entgasung im Entgaser (Sauerstoff und Kohlendioxid)
- Konditionierung mit Chemikalien, zum Beispiel zur Sauerstoffbindung und pH-Einstellung
- regelmäßige Analyse von Speise- und Kesselwasser
Richtwerte für Großwasserraumkessel nennt DIN EN 12953-10; im Einzelfall gelten die Vorgaben des Kesselherstellers.
Warum Kondensat zurückführen?
Kondensat ist bereits aufbereitet und heiß. Je mehr davon zurückkommt, desto weniger Zusatzwasser muss aufbereitet und aufgeheizt werden. Das spart Wasser, Chemikalien und Brennstoff.
- DIN EN 12953-10: Großwasserraumkessel – Anforderungen an die Speisewasser- und Kesselwasserqualität