Im Kesselwasser bilden sich ungelöste Stoffe, zum Beispiel ausgefällte Härtereste oder Korrosionsprodukte. Sie sinken ab und sammeln sich am Kesselboden. Die Abschlammung spült sie in kurzen Stößen hinaus: Das Abschlammventil öffnet für wenige Sekunden ganz, der Druck im Kessel treibt Wasser und Schlamm in die Entspannung.
Wie oft wird abgeschlammt?
Das Intervall hängt von Wasserqualität und Betriebsweise ab und steht in der Betriebsanleitung des Kessels. In vielen Anlagen öffnet ein automatisches Abschlammventil zeitgesteuert. Wird von Hand abgeschlammt, gehört der Vorgang ins Betriebstagebuch.
Abschlammung oder Absalzung?
Die Abschlammung entfernt abgesetzte Feststoffe, die Absalzung gelöste Salze. Beide Vorgänge ergänzen sich und ersetzen keine gute Speisewasseraufbereitung.
Mehr dazu im Ratgeber Kesselwartung: Intervalle, Umfang und Checkliste.
- DIN EN 12953-10: Großwasserraumkessel – Anforderungen an die Speisewasser- und Kesselwasserqualität