Beim Verdampfen bleiben die im Speisewasser gelösten Salze im Kessel zurück. Ohne Gegenmaßnahme dickt das Kesselwasser immer weiter ein. Die Absalzung führt deshalb laufend einen Teil des Kesselwassers ab, meist knapp unter dem Wasserspiegel, wo die Konzentration am höchsten ist.
Wie wird die Absalzung gesteuert?
Eine Messelektrode erfasst die elektrische Leitfähigkeit des Kesselwassers; sie steigt mit dem Salzgehalt. Überschreitet sie den eingestellten Grenzwert, öffnet das Absalzventil. Den Grenzwert legen Kesselhersteller und Wasseraufbereitung fest.
Absalzung oder Abschlammung?
Die Absalzung entfernt gelöste Salze, laufend und in kleinen Mengen. Die Abschlammung entfernt ungelöste, abgesetzte Feststoffe, stoßweise am tiefsten Punkt. Ein Dampfkessel braucht in der Regel beides.
Energie aus dem Absalzwasser
Absalzwasser ist heiß und steht unter Druck. Über einen Entspanner und einen Wärmetauscher lässt sich ein Teil der Wärme zurückgewinnen, etwa zum Vorwärmen des Zusatzwassers. Zu viel Absalzung kostet Energie und Wasser, zu wenig fördert Kesselstein und Schäumen.
- DIN EN 12953-10: Großwasserraumkessel – Anforderungen an die Speisewasser- und Kesselwasserqualität